Berichte 1. Alte Herren

18.06.2013

Trostrunde und viele Sympathien gewonnen

Die Spieler mit den mitgereisten Fans in Neubrandenburg.

Bei der achten Auflage des deutschen Altherren-Supercups in Neubrandenburg sicherten sich die Ü32-Fußballer des VfL Weiße Elf am Samstag (15.6.) den Sieg in der Trostrunde. Das Team wurde von zahlreichen mitgereisten Fans an der Mecklenburgischen Seenplatte lautstark unterstützt.

Der Sprung in die Endrunde an der Mecklenburgischen Seenplatte wurde nur ganz knapp verpasst. Nach einer unglücklichen 0:1-Auftaktniederlage gegen die SG Leipziger Verkehrsbetriebe zeigten die Grafschafter im zweiten Vorrundenspiel gegen den TSV Kareth-Lappersdorf eine starke Leistung. Die verdiente 1:0-Führung wurde kurz vor dem Abpfiff aber noch aus der Hand gegeben, die Begegnung endete unentschieden.

„Das war sehr ärgerlich“, sagt Spielertrainer Mirko Veldboer, dessen Team im abschließenden Gruppenspiel gegen den letztjährigen Titelträger Blumenthaler SV unbedingt gewinnen musste, um das Ticket für die Endrunde zu lösen. Der erhoffte Sieg wurde am Ende aber hauchdünn verfehlt. „Leider hat es nur zu einem 2:2 gereicht, das bedeutete in der Endabrechnung Platz drei“, berichtet der Übungsleiter.

Auf die kurzzeitige Enttäuschung folgte am Ende des Turniers aber letztlich doch noch großer Jubel bei den Spielern und den rund 50 mitgereisten Fans aus der Grafschaft. Denn die Nordhorner schlossen die Trostrunde als bestes Team ab und präsentierten sich in den K.o.-Duellen eiskalt. Nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit gegen den SC Vier- und Marschlande im Achtelfinale kam es zum Elfmeterschießen, das der VfL Weiße Elf mit 5:4 für sich entschied.

Ab der Runde der letzten Acht sah die Ausschreibung schließlich vor, dass die Entscheidungen über das Weiterkommen und den Gesamtsieg der Trostrunde nur noch vom Punkt fallen sollten. Dies erwies sich nicht als Nachteil: Mit ihren sicheren Schützen bezwangen die Kicker vom Ootmarsumer Weg zunächst den SV Broitzem (8:7) und die SG Hemsbach (4:1), ehe im Finale ein 4:3 gegen den FC Germania Eich den Trostrundensieg perfekt machte. „Ein spezielles Elfmetertraining haben wir in der Vorbereitung auf den Supercup nicht absolviert“, sagt Mirko Veldboer. „Aber wir haben Andreas Kremer im Tor - und der hält eigentlich immer mindestens einen Schuss.“

Neben dem Gewinn der Trostrunde konnte sich der VfL Weiße Elf bei der Siegerehrung noch über eine weitere offizielle Auszeichnung freuen. Auf der Abschlussfeier mit allen 34 teilnehmenden Vereinen zeigte sich die Nordhorner Mannschaft konditionell von ihrer besten Seite und heimste den Titel ‚Letzter Gast‘ ein. Den sportlichen Gesamtsieg sicherte sich der VfB Lübeck. Die Norddeutschen bezwangen im Finale den Blumenthaler SV mit 5:4 nach Elfmeterschießen.

„Die Teilnahme am Supercup war ein unvergessliches Erlebnis“, sagt Mirko Veldboer. Und José Rodrigues aus dem Fußball-Vorstand des VfL Weiße Elf fügt hinzu: „Vor allem unsere lautstarken Fans wurden von allen Mannschaften und dem Veranstalter gelobt. Nun weiß ganz Deutschland, wo Nordhorn liegt“, sagt er und ergänzt schmunzelnd: „Auch der FC Bayern München!“ Der Champions-League-Sieger war mit seinem Altherrenteam ebenfalls in Neubrandenburg am Start.

 

Vorrunde:
VfL Weiße Elf - SG Leipziger Verkehrsbetriebe 0:1
TSV Kareth-Lappersdorf - VfL Weiße Elf 1:1
Blumenthaler SV - VfL Weiße Elf 2:2

Trostrunde, Achtelfinale:
VfL Weiße Elf - SC Vier- und Marschlande 5:4 n.E.

Viertelfinale:
VfL Weiße Elf - SV Broitzem 8:7 n.E.

Halbfinale:
VfL Weiße Elf - SG Hemsbach 4:1 n.E.

Endspiel:
VfL Weiße Elf - FC Germania Eich 4:3 n.E.

Hendrik Hohenberger



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