Berichte 3. Mannschaft

03.05.2012

Aus der Not eine Tugend gemacht

Die 3. Mannschaft trat am Sonntag (29.4.) im Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des Bezirksligisten ASC Grün-Weiß 49 an. Die Wielener stellen aktuell die drittbeste Defensive der Liga und bekommen pro Spiel etwa anderthalb Gegentore.

Die Fahrt bis ans Ende der Grafschaft konnten sage und schreibe neun Leute aus den verschiedensten Gründen nicht mit antreten, dennoch konnte man aus dem Rest eine verschworene Einheit bilden und am Ende nicht unverdient einen 2:1 -Auswärtssieg mit nach Nordhorn nehmen, nachdem das Hinspiel bereits mit einem 2:2 - Unentschieden geendet hatte.

Verstärkt durch Niklas Volkers und Henning Zwafink aus der 2. Mannschaft wurde die Marschroute fürs Spiel in der Kabine besprochen, denn auch der Gegner hatte sich durch einige Spieler des Bezirksligakaders verstärkt. In der Anfangsformation fand sich auch der A-Jugendliche Marcel Böhm wieder, der bereits in den letzten Wochen mehrfach aushalf. Die Aufgabe für das Spiel konnte nur lauten, mit Kampfkraft und mannschaftlicher Geschlossenheit dagegenzuhalten, um etwas Zählbares mitzunehmen. Dies gelang in den ersten 15 Minuten auch gut, die Ausnahme war eine verunglückte Flanke auf das Tor, welche Keeper Torsten Kreikebaum aber mit einer klasse Rettungstat an den Pfosten lenkte und dann aus der Gefahrenzone brachte.

Die Dritte erspielte sich danach ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld, das durch zahlreiche Ballgewinne im defensiven Mittelfeld zustande kam und war durchaus kreativ auf dem Weg zum gegnerischen Tor. In der 22. Minute etwa spielte Niklas Volkers einen Zuckerpass in die Spitze zu Stürmer Jan Wolf, dieser ließ den Ball in Weltklassemanier durch die eigenen Beine laufen, wodurch der rechts durchgestartete Marcel Böhm freie Bahn aufs Tor hatte und diese Chance eiskalt zum 1:0 nutzte - in Wielen dachte man, der Zirkus wäre in der „Stadt“.

Von da an hatte die „Notelf“ das Spiel im Griff und erspielte sich einige gefährliche Standardsituationen und fuhr zusätzlich mehrere gut inszenierter Angriffe aufs ASC-Tor. Das Angriffstrio Jan Wolf, Oliver Kleine und Daniel Hooke wirbelte die ASC-Abwehr kräftig durcheinander und belohnte die Dritte in der 40. Minute mit dem Treffer zum 2:0. Wiederholt wurde der Ball in der gegnerischen Hälfte erobert, schnell zu Daniel Hooke gespielt und dieser krönte seine tolle Leistung mit dem Treffer in den oberen linken Winkel, nachdem er einen Gegenspieler zum Zusehen verurteilt hatte.

Man hielt diesen Vorsprung bis zur Halbzeit, entscheidend hierfür war das Zweikampfverhalten sowie ein souveräner Spielaufbau von hinten heraus, den Henning Zwafink als Libero organisierte, Christian Knüver, Niklas Volkers und Daniel Knüver weiterleiteten und so die beiden Außenspieler Jakob Wronowski und Marcel Böhm gut in Szene setzten. Die Manndecker Martin Averes und Michael Harms-Ensink hatten ihre Gegenspieler gut im Griff und gaben diesen nur wenig Raum zur Entfaltung.

In der Halbzeitpause, die der Gegner die kompletten 15 + 3 Minuten in der Kabine verbrachte, schworen man sich draußen auf die zweite Hälfte ein, Ziel konnte es nur sein, die volle Punktzahl mit nach Hause zu nehmen. Nach Wiederanpfiff spielte der Gegner wie zu erwarten offensiver und gab uns dadurch natürlich auch Raum zum Kontern.

Beide Mannschaften erspielten sich gute Möglichkeiten, beide Keeper retteten mit guten Paraden und die Dritte verbuchte sogar ein Abseitstor, welches aber richtigerweise vom guten Schiedsrichter Horst Deters aberkannt wurde. Es war durchaus möglich das vorentscheidende Tor zu erzielen, doch musste man auch in der Defensive hellwach sein, denn auch der ASC hatte gute Chance zum Anschlusstreffer. Dieser fiel dann auch in der 77. Minute, als ein Linksschuss von Keeper Kreikebaum nur abgeklatscht werden konnte und ein Stürmer den Abpraller eindrücken konnte.

Von nun an entwickelte sich ein Hoch und Runter und beide Mannschaften setzten zum Endspurt an, in dem die Dritte gleich mehrere gute Konter spielte, jedoch den Todesstoß in diesem Spiel verpasste. Highlight war noch die Auswechselung von Sturmtank Jan Wolf, der vorne jederzeit anspielbereit war und quasi Bodyguard des Spielballs war, denn es schien unmöglich, den „weißen Elefanten“ vom Ball zu trennen. Hatte er ihn einmal, war er meist nur durch Fouls zu stoppen, ein Albtraum für jeden Gegenspieler. Nach kampfstarken 90 Minuten ertönte mit dem Schlusspfiff großer Jubel über ein Spiel, welches man mit absolutem Einsatz und Willen gewonnen hatte.

Auf dem Rückweg kehrte das Team noch in der „Futterkrippe“ in Itterbeck ein, um ein wenig zu feiern. Wer dort einmal hungrig vorbeikommt, sollte unbedingt einkehren, den dort werden Buletten groß wie Klodeckel und Pommes nur kiloweise auf den Teller gebracht - lecker. Am Sonntag (6.5.) sollten sich interessierte Zuschauer das nächste Heimspiel gegen die 1. Mannschaft von Borussia Ringe nicht entgehen lassen, Anstoß ist um 12 Uhr.

Ole Scholten
 



... | 81 | 82 | 83 | 84 | 85 | 86 | 87 | 88 | 89 | 90 | ...