Berichte Fußball-Abteilung

18.06.2014

Schiedsrichter: Aarnink steigt in 1. Liga auf

Arne Aarnink wird ab der Saison 2014/15 Spiele in der 2. Bundesliga leiten. Und weil der 29-Jährige zudem auch als Assistent in der 1. Liga eingesetzt wird, ist er der vierte Grafschafter Fußball-Schiedsrichter, der Erstligaluft schnuppert.

lk Nordhorn. Als vor kurzem das Mobiltelefon klingelte und der Name des ehemaligen Bundesligaschiedsrichters und heutigen Vorsitzenden der DFB-Schiedsrichter-Kommission, Herbert Fandel, im Display erschien, huschte ein Lächeln über das Gesicht von Arne Aarnink. „Da konnte ich ahnen, was kommt“, schmunzelte der Nordhorner Fußballreferee in Anbetracht der Tatsache, eine Schiedsrichter-Saison 2013/14 ohne Fehl und Tadel hinter sich gebracht zu haben. Fandel richtete dem 1,94 Meter großen Unparteiischen des VfL Weiße Elf aus, in der kommenden Spielzeit die nächste Stufe auf der Karriereleiter der DFB-Schiedsrichter erreicht zu haben. Das beschloss kürzlich die Schiedsrichter-Kommission Elite. Im Falle von Aarnink bedeutet das demnächst: Fußball-Schiedsrichter in der 2. Liga und Assistent in der 1. Fußball-Bundesliga. Damit hat der Nordhorner sein eigenes, ehrgeiziges Ziel erreicht, in der 1. Bundesliga aufzulaufen.

Er ist nach Ralf Hilmes, Holger Waldmann und Guido Kleve der vierte Grafschafter Schiedsrichter, der Erstligaluft schnuppert. Sieben Jahre lang war Aarnink als Assistent im Bundesliga-Unterhaus unterwegs, drei Jahre davon im Gespann der bekannten Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus aus Hannover. Fünf Jahre fungierte der Nordhorner selbst als Schiedsrichter der 3. Liga.

„Arne hat sich in dieser Zeit in besonderer Weise hervorgehoben“, verdeutlicht Hilmes, heutiger Kreisschiedsrichterlehrwart der Grafschaft, und fügt hinzu: „Besonders in kniffligen Partien hat er stets den Überblick behalten, einen klaren Umgang mit den Spielern gehabt und eine professionelle Einstellung an den Tag gelegt.“

In der Tat konnte man die Wertschätzung der Leistungen Aarninks von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes an den Ansetzungen der Partien erkennen. Im Saisonendspurt der 3. Liga pfiff der Referee das brisante Spiel zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Heidenheim vor mehr als 25 000 Zuschauern in der Leipziger WM-Arena. Als Drittligaschiedsrichter kam er darüber hinaus in der 1. Runde des DFB-Pokals zum Einsatz (Neustrelitz gegen den SC Freiburg) und sammelte internationale Erfahrungen wie im Februar beim Algarve-Cup der U 17-Nationalmannschaften in Portugal.

Für den 29-Jährigen läuft das Jahr 2014 wie am Schnürchen: Erst vor kurzem erlangte der Student der Volkswirtschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum seinen Master of Science and Economics. Und demnächst ist der Volkswirt, genauso wie aktuell Guido Kleve, in der 1. Bundesliga zu sehen. „Ich freue mich unheimlich auf das Abenteuer 1. Bundesliga“, betont Aarnink.

 

Quelle: Grafschafter Nachrichten



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